Kräuterlexikon für Pferde

Ackerschachtelhalm/Zinnkraut:

Der Ackerschachtelhalm - oder auch Zinnkraut genannt – dient der Pferdewelt als wertvolles Heilkraut. Seine Heilkräfte wirken vor allem bei Lungenerkrankungen, Stoffwechselstörungen sowie Erkrankungen der Harnorgane und bei Hautproblemen. Außerdem dient er dem Körper entgiftend. Ebenfalls sagt man das Wunden durch Ackerschachtelhalm schneller und besser  heilen.

 

Achtung: Nicht mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm verwechseln

 


Andorn/weisser Andorn: Lippenblütler:

Steigerung der Gallensekretion

  • getrocknetes Kraut
  • Tee
  • Pulver

Als Tee-Aufguss

  • Pferde 20 - 40 g
  • Hund 2 - 5 g
  • Katzen 1 g

Anis:

Der Samen der Anispflanze sind bekannt für ihre krampfstillendem, verdauungsfördernde, schleimlösende Wirkung.

Gerade bei massiven Lungenproblemen und hartnäckigem Reizhusten sind die Anissamen ein "altbewertes Mittel".


Arnika (Korbblütler):

Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen

  • Tee (zur äußerlichen Anwendung)
  • Tinktur
  • Salbe zum Einreiben

Bei äußerlicher Anwendung der Tinktur: Verdünnung der alkoholischen Tinktur um das fünffache mit Wasser für Einreibungen und Umschläge.

 

Bei Hunden unter 5 kg und bei Katzen die Tinktur 1:10 verdünnen.


Artischocke (Familie der Korbblütler):

Die Artischocke eine distelartige Pflanze der Korbblüter. Ihre Inhaltsstoffe fördern die Arbeit von Leber und Galle und wirken regenerierend, stärkend und entzündungshemmend.

  • Tee
  • Press-Saft
  • Ethanolisch wässriger Auszug

Dosierung des trockenen Krautes oder die der entsprechenden Mengen Saft / Extrakt

  • Pferd 6 - 10 g / Hund 2 - 5 g/ Katze 0,5 -1 g

Bartflechte (Flechten):

Entzündungen der Schleimhäute im Maul- und Rachenbereich

  • Mazerat (öliger Auszug)
  • Dekot (Abkochung)
  • Extrakte

Als Flechte / Tee

  • Pferd 5 - 10 g
  • Hund 1 - 2 g
  • Katze 1 g

Beifuss (Korbblütler):

Dient als Bitterkraut zur Verdauungsförderung; löst krampfartige Verdauungsbeschwerden; Hilft zur Unterstützung bei Störungen der Gallenfunktion

 

Als Tee in Gallen-, Magen- und Darmtees

 

Das Kraut als Futterzusatz

  • Pferd 10 - 15 g
  • Hund 0,5 - 1 g
  • Katze 0,5 g

Birke (Birkengewächse):

Zur Durchspülungstherapie der ableitenden Harnwege; vorbeugend gegen Nierengrieß; bei rheumatischen Beschwerden

  • Tee aus Blättern oder Rinden
  • Rindenpulver oder Blätter getrocknet als Futterzusatz
  • Pferd 30 g
  • Hund 1 - 5 g
  • Katze 1 g

Bockshornklee:

Die Samen des Bockhornklees wirken innerlich entzündungshemmend, blutreinigend, schleimlösend, und belebend für den Körper. Außerdem stärkt sie die Abwehrkräfte und hilft der Leber bei der Regeneration.

 

Als Umschlag wird sie für Pferde  bei Ekzemen, Geschwüren, Furunkeln sowie bei eitrigen Hautverletzungen oder Drüsenanschwellungen erfolgreich eingesetzt.


Brennnesselkraut:

Brennnesselkraut ist der Allrounder unter den Heilkräutern. Er ist für die Reinigung des Blutes und zur Verbesserung des Allgemeinzustandes bekannt. Das Enzym Sekretin fördert die Bildung der roten Blutkörperchen und senkt den Blutzuckerspiegel.

Die Brennnessel stärkt die Abwehrkräfte bei drohenden Erkrankungen.

 

Blatt und Kraut bei rheumatischen Beschwerden, Harnwegsentzündungen, Nierengrieß.
Die Wurzel bei Prostatabeschwerden, äußerlich bei Haut und Haarproblemen.
Der Samen als Stärkungsmittel.

 

Als Futterzusatz, als Teeaufguss, als Presssaft.

  • Pferd 25 -50 g
  • Hund 1 g
  • Katze 0,5 - 1 g

Wie bei allen entwässernden Kräutern muss unbedingt auf ausreichende Trinkmenge geachtet werden!


Buchweizen (Knöterichgewächse):

Der Buchweizen wirkt bei Durchblutungsstörungen und Ödemebildung

 

Als Futterzusatz oder Tee

 

  • Pferd  20 - 30 g
  • Hund    2 - 5 g
  • Katze    1 - 2 g

 


Engelwurz:

Engelwurz oder auch Angelika-Wurzel genannt hilft bei  Magen- und Darmentzündungen sowie Aufgasungen.

Sie fördert die Nierentätigkeit und wirkt bei allen Problemen des Atmungsapparates.

Sie hilft Pferden bei Krämpfen, Nervenstörungen und Verdauungsproblemen.

 


Fenchel (Doldenblütler):

Die ätherischen Öle im Fenchel wirken im Magen-Darm-Bereich krampflindernd. Zusätzlich wirkt er auch bei Erkrankungen des oberen Atmungsapparates z.B. bei Husten oder Kehlkopfentzündungen. Zudem unterstützt er auch die Funktion von Leber und Milz. Bei vielen Pferden wirkt der Fenchelsamen auch appetitanregend.

 

Geschrotete Samen verfüttern oder als Tee zubereiten

 

  • Pferd  10 - 25 g Fenchelfrüchte
  • Hund    1 -   2 g Fenchelfrüchte
  • Katze 0,5 g Fenchelfrüchte

 

Achtung: in einer hohen Dosis hat Fenchel eine östrogene Wirkung, deshalb das ätherische Öl nicht bei tragenden und säugenden Tieren einsetzen. Der Tee oder die Früchte können gegeben werden.

 


Frauenmantel/Alchemistenkraut (Rosengewächse):

Der Frauenmantel hilft den Pferden bei Darmproblemen und Durchfallerkrankungen.

 

Futterzusatz oder Abkochung

 

 

  • Pferd 15 - 30 g

  •  Hund 1 - 3 g

  • Katze 1 g


Grünlippmuschel:

Die Grünlippmuschel hat ihren Ursprung aus Neuseeland. Ihre enthaltende Glycosaminoglykane kommen bei Tier und Mensch auf natürlicherweise im Bindegewebe, den Knorpeln und der Gelenkschmiere vor. Daher werden die Grünlippmuschelextrakte  auch mit großem Erfolg  bei Gelenkserkrankungen wie z.B. Arthrose, in der Therapie unterstützend eingesetzt. Sie zeichnet sich vor allem auch durch den hohen Gehalt an ungesättigtem Omega 3 Fettsäuren aus.

 


Haselnussblätter:

Die Blätter des Haselnussbaumes, wurden schon zu Urzeiten eingesetzt und gelten als blutreinigend, blutstillend, fiebersenkend und regen den Stoffwechsel an.

 


Heidelbeerblätter:

Die Blätter der Heidelbeeren helfen bei Entzündungen im Mund-und Rachenraum, sowie bei Magen-Darmbeschwerden. Außerdem untersützt sie die Blutbildung und Blutzirkulation. Äußerlich angewendet sollen die Blätter bei Hautirritationen und Juckreiz helfen.

 

 

Heidelbeerblätter darf bei Tieren nur in einer sehr geringen Dosis eingesetzt werden

 


Huflattich:

 

Der Huflattich gehört zu einem der ältesten "Hustenmittel" bei Pferden. Seine Wirksamkeit dient nicht nur schleimlösend sondern auch bei Heiserkeit und Brustfellentzündungen.

 


Ingwer:

 

 

Dieser Heilpflanze wird eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. Besonders effektiv soll Ingwer bei Muskelschmerzen sein, die durch Überanstrengung hervorgerufen wurden. Ein weiterer positiver Effekt ist die Stärkung des gesamten Immunsystems.

 


Isländisch Moos:

 

 

 

Diese Pflanze/Flechte ist bei Atemwegsproblemen unentbehrlich. Sie ist reizmildernd

 

und stärkend für die Schleimhäute im Mund und Rachenraum. In der freien Natur wird das Isländisch Moos gezielt von den Pferden aufgenommen. Außerdem wirkt sie hemmend auf das Bakterienwachstum.

 


Kamille:

 

 

 

 

Der Kamille wird eine Vielzahl von Heilerkrankungen zugeschrieben. Gerade bei den Atemwegen wirken sie beruhigend, krampflösend und entzündungshemmend.

 


Knoblauch:

 

 

 

 

 

Knoblauch wirkt bekanntermaßen blutreinigend, desinfizierend, schleimlösend und keimtötend und kann demnach bei allen Infektionskrankheiten des Blutes, der Lunge und des Verdauungstraktes eingesetzt werden. Auch wird sie häufig erfolgreich eingesetzt, um Gleichgewichtes der Darmbakterien wieder herzustellen.

 


Kümmel:

 

 

 

 

 

 

Kümmel ist eine uralte Heilpflanze und ähnelt in ihrem Aussehen und in ihrer Wirkung dem Anis bzw. dem Fenchel. In der Literatur wird ihre Wirkung als erwärmend, magenstärkend, harntreibend und verdauungsfördernd beschrieben. Auch bei Pferden wirkt Kümmel häufig blähungstreibend und krampfstillend. So kann der Kümmel zum Beispiel auch bei Koliken eingesetzt werden.

 


Löwenzahn:

 

 

 

 

Löwenzahn wirkt bei den Pferden sehr belebend und stärkend. Er reinigt das Blut und fördert das Harntreiben. Da der Löwenzahn aber einen sehr hohen Gehalt an Mineralien enthält, verhindert er, das dem Körper trotzt vermehrtem Wasser lassens, nicht zu viele Salze entzogen werden. Ebenfalls ist der Löwenzahn positiv für die Leber und stärkt zugleich die Abwehrkräfte.

 


Mariendistel:

 

 

 

 

 

Die Mariendistel gehört zu der Familie der Korbblütengewächse. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe verfügen über eine leberschützende, leberstärkende und entgiftende Wirkung und fördern die Produktion und Ausscheidung von Gallensaft. Sie wirken sich positiv bei Schädigungen der Leber, Galle und Milz aus und regen die  Erneuerungen der Leberzellen an.

 


Odermennig:

 

Diese Heilpflanze ist bekannt für Ihre ausgezeichnete Wirkung bei Pferd und Mensch. Man sagt sie gehört zu den besten Naturkräutern im Bereich Leber, Nieren und Milzleiden.

 


Petersilie:

 

 

Petersilie wirkt stark harntreibend und wird deshalb auch gerne bei entzündlichen Prozessen im Bereich der Nieren eingesetzt. Zudem wirkt sie blähend, krampfstillend und fördert den Auswurf bei Husten. Da Petersilie ebenfalls wehenfördernd wirkt sollte sie nicht bei tragenden Stuten gefüttert werden. Man sagt auch des Petersilie bei Blutarmut wirkt sowie das Leistungsvermögen von Pferden verbessert und das Herz kräftigt; Petersilie enthält einen hohen Anteil an Vitamin C,A, B1,B6,B12K, und Folsäure. Wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Kalium und Schwefel  sind ebenfalls Inhaltsstoffe der Petersilie

 


Queckenwurzel:

 

Queckenwurzel ist eine  wertvolle Pflanze die häufig zur Blutreinigung verwendet wird.  Ihre ätherischen Öle werden auch für ihre keimtötende Wirkung geschätzt. Die Queckenwurzel enthält Kieselsäure und wird deshalb auch vielfach bei Lungenerkrankungen sowie bei Problemen im Bereich der Galle, Leber, Milz und Harnwege eingesetzt.

 

 

 


Ringelblume: Korbblütler

 

  • Wundheilung
  • Hautpflege
  • Tee
  • Salbe
  • Öl-Auszug (Mazerat)

 

Dosierungsempfehlung schwanken sehr stark.
Blüte mit Kelch als Tee oder zum Verfüttern.

 

  • Pferd 10 - 20g
  • Hund 0,5 - 2g
  • Katze 0,5 - 1 g

Ringelblumensalben haben neben ihrer wundheilenden auch eine fungizide (pilzhemmende) Wirkung.

 


Rote Beete:

 

 

Das Heilkraut der Roten Beete enthält blutbildende Eigenschaften. Der hohe Eisengehalt dieser Pflanze regt die Blutbildung an und kann somit Blutarmut vorbeugen. Zudem wirkt sie regenerierend und unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte. Zusätzlich ist die Rote Bete ein guter Lieferant an Vitamin C, B-Vitaminen, Kalzium und Folsäure.

 


Schafgarbe (Korbblütler):

 

 

 

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Fressunlust
  • Leber- und Gallenanregung
  • Krämpfe und Koliken
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • wirkt blutstillend und wundheilend

 

Als Futterzusatz, das ganze Kraut, geschnitten oder als Pulver, als Tee oder Frischpflanzen-Presssaft

 

  • Pferd 10 – 25 g
  • Hund 0,5 – 1 g
  • Katze 0,2 – 0,5 g

 

Pferde meiden sie auf der Weide, getrocknet wird sie gut akzeptiert.


Spitzwegerich:

Eine uralte Heilpflanze ist der uns bekannte Spitzwegerich. Das spezielle Heilkraut wirkt in erster Linie bei allen Formen von Atemwegserkrankungen, insbesondere wenn sie mit Verschleimung verbunden sind. Zudem reinigt der Spitzwegerich auch noch das Blut und kann bei Hauterkrankungen des Pferdes helfen.

 


Teufelskralle:

 

Die afrikanische Teufelskralle ist eine Heilpflanze aus der Familie der Sesamgewächse. Ihre Wurzeln werden unterstützend bei degenerativen Gelenkerkrankungen und Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates sowie Sehnenentzündungen eingesetzt.

 


Thymian (Lippenblütengewächse):

 

 

Er gehört zu den sogenannten "aromatischen Heilkräuter". Er wirkt neben der Fiebersenkung und Schmerzlinderung vor allem stark schleimlösend und antiseptisch.

 

Als Tee oder Futterzusatz

 

  • Pferd  10 - 15 g
  • Hund  2 - 4 g
  • Katze  0,5 g

 


Wacholder:

 

Das Wacholderöl wirkt keimtötend und ist fettlöslich und kann daher tief in den Organismus bei Mensch und Tier eindringen. Diese Eigenschaften wirken sich bei allen Gelenkleiden oder tiefer sitzenden Krankheitsherden günstig aus. Wacholder hebt den gesamten Stoffwechsel Ihres Pferdes, regt die Zirkulation an und fördert die Ausscheidungen von Giftstoffen aus dem Körper. Einige zerdrückte Wacholderbeeren im Futter können auch bei Freßunlust der Tiere helfen.

 


Walnussblätter:

 

 

Die Walnussblätter und Ihrer Wirkung helfen bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut . Ebenfalls sind Sie dafür bekannt bei Leberstörungen oder Entzündungen der Lymphknoten sowie bei Störungen des Zentralen Nervensystems eingesetzt zu werden. Sie reinigen das Blut und bauen den Stoffwechsel auf.

 

Das ätherische Öl des Walnussbaumes hilft im Sommer auch gegen lästige Insekten.

 


Weißdorn (Rosengewächse):

 

 

 

  • Kräftigung der Herz- Kreislauffunktion
  • nervöse Herzbeschwerden
  • Herzinsuffizienz

 

  • Tee aus Blüten und Blättern
  • Presssaft aus Blätter, Blüten und Früchten

 

  • Pferd  10 - 15 g  oder 20 - 30 ml Presssaft
  • Hund  0,5 – 1 g  oder 2 Tl bis 2 EL Presssaft
  • Katze  0,5 g oder  1 TL Presssaft